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"... um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen"
Eva Herman beschreibt Loveparade als "Sex- und Drogenorgie"und Symbol des kulturellen und geistigen Absturzes einer ganzen Gesellschaft
(MEDRUM) Während am Sonntag schockartige Bestürzung und Trauer über das grauenhafte Geschehen in Duisburg herrschte, griff die ehemalige Tagesschausprecherin und TV-Moderatorin Eva Herman zur Feder und veröffentlichte eine kritische Stellungnahme zum Techno-Massenspektakel "Loveparade" in Duisburg, die sie als "Sex- und Drogenparty" beschrieb. Die Loveparade sei ein Symbol für den kulturellen und geistigen Absturz einer ganzen Gesellschaft. Eventuell hätten jetzt ganz andere Mächte eingegriffen, um dem ein Ende zu setzen, schrieb, Herman.
Mit ihrem beim Kopp-Verlag veröffentlichten Artikel "Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg" vom 25. Juli löste Eva Herman heftige Reaktionen aus. In Wahrheit sei die als »friedliches Fest« bezeichnete Veranstaltung eine "riesige Drogen-, Alkohol-und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW", schreibt Herman. Man frage sich, welche Veranstaltung der Bundespräsident Christian Wulff mit den Worten »friedliches Fest fröhlicher, junger Menschen« gemeint habe. Wer sich die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansehe, glaube, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden.
Eva Herman kritisiert das Verhalten der Loveparade-Teilnehmer schonungslos: "Viele der Partygäste wirken auch in diesem Jahr bereits lange vor dem Unglück wie ferngesteuert. Betrunken oder vollgekifft, mit glasigen Blicken, wiegen sich die dünn bekleideten Körper in rhythmischem Zucken wie in Trance. Das ohrenbetäubende, stereotype Rave-Gehämmere, das nicht mehr im Geringsten etwas mit dem einstmaligen Begriff von Musik zu tun hat, zerschmettert ihnen über zahllose Stunden Trommelfelle und Nervenkostüme. Doch das scheint den 1,4 Millionen Partygästen nichts auszumachen. Sie wussten, was sie erwartet, haben sich freiwillig dazu entschieden, hierher zu kommen."
Alkohol und Drogen sind aus Sicht von Eva Herman auch eine maßgebliche Ursache für das katastrophale Geschehen. Die Partygäste seien nicht bereit gewesen, sich umleiten zu lassen, sondern wollten, so Herman, direkt und schnell Party machen, weil sie doch extra hergekommen seien, um so richtig die Sau raus zu lassen. Die von BILD als "geilste Party der Welt" bezeichnete Veranstaltung stehe "symbolisch doch nur für den kulturellen und geistigen Absturz einer ganzen Gesellschaft". Viele seien nun durch das ausgeuferte Unglück ernüchtert und wach geworden. Eva Herman weiter: "Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen."
Die Kritik der Ex-Tagesschausprecherin fand in den großen Medien ein negatives Echo. BILD schrieb: "Eva Herman verhöhnt Opfer der Loveparade". Das Magazin Stern resümierte: "Während das ganze Land die Opfer der Loveparade betrauert, lässt Eva Herman die Katastrophe in einem zynischen Text als Strafe für eine "riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie" erscheinen." Auch die TAZ geht kritisch mit Eva Herman ins Gericht und wirft ihr vor, daß sie auch noch dem Bundespräsidenten an den Kragen gehe, weil er nach Meinung von Herman wohl "Mitschuld an all der Zügellosigkeit und der Strafe des Herrn" trage. Die TAZ: "Denn er hat dem dionysischen Treiben keinen Einhalt geboten. Schlimmer noch. Er lobte. Der Bundespräsident und Gott. Darunter macht es Herman eben nicht." Die WELT fragte: "Oder welcher Teufel ritt die ehemalige Miss Tagesschau, als sie sich jetzt in einem Beitrag über das tödliche Ende der Loveparade in Duisburg zu dem Vergleich hinreißen ließ, die Veranstaltung sei die Verkörperung des biblischen 'Sodom und Gomorrha' geworden. ... Man sieht verweinte Hinterbliebene am Unglücksort, ein Meer von Kerzen und ein Schild, auf das jemand gekrakelt hat: 'Warum?' Und plötzlich platzt da diese Frau mit einem Taktgefühl 'abgrundtiefer Basschläge' ins Bild. Mit wenig Sensibilität nimmt sie sich dieses Themas an. Als wäre das nicht schon zynisch genug, beansprucht sie dafür auch noch Rückendeckung von ganz oben." Auch die evangelische Nachrichtenagentur "idea" geht auf Distanz zu Eva Hermans Artikel: "Es steht jedem frei, sich bei der Katastrophe von Duisburg an Vorstellungen von der Hölle erinnert zu sehen ... Oder auch beim schamlosen Treiben auf der Love-Parade mit Sex, Drogen, Alkohol und anderen Exzessen an Sodom und Gomorrha zu denken. Es steht uns aber nicht zu, vorschnell Spekulationen anzustellen, dass bei der Love-Parade 'andere Mächte' eingegriffen hätten, 'um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen', wie es Eva Herman tut. Denn die Katastrophe ist zu allererst das Ergebnis mannigfacher menschlicher Unvernunft."
Das starke Medienecho hatte auch eine Kehrseite: Das Internetportal des Kopp-Verlages war laut Eva Herman dem Ansturm der Leser auf ihren Artikel kaum noch gewachsen. Neben negativen Reaktionen habe sie auch viel Zustimmung erhalten.
Quelle
Kommentar:
Wie immer man auch über den Artikel von Eva Herman denken mag, die negativen Reaktionen der Presse auf den Artikel von Eva Herman machen eines wieder ganz deutlich: Die Menschen wollen nicht hören und wahrhaben, dass ihr gottloses Handeln auf ihren Kopf zurückfällt. Sie wollen nicht erinnert werden an Sodom und Gomorrah und an Gottes Zorn. Sie schließen die Augen vor dem sittlichen und moralischen Verfall des deutschen Volkes und ignorieren, dass Gott auch heute durch sein Handeln die Menschen zur Umkehr ruft.
Hi 5, 6 Denn Unglück wächst nicht aus dem Staub hervor, und Unheil sproßt nicht aus der Erde;
Am 3, 6 Kann man in das Horn stoßen in der Stadt, ohne daß das Volk erschrickt? Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht gewirkt hat?
ufri
Ein Service von Christlicher Gemeinde-Dienst


















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