Philippinen: Mutig trotz Schikane und Bedrohungen
19.07.2010 | 17:17 Uhr
(Open Doors) – An einem Sonntag warteten acht Tablighs (muslimische Verkündiger) auf Pastor Jonah. Die Gläubigen, allesamt ehemalige Muslime, hatten gerade die Inselkirche im Süden der Philippinen verlassen. Bereits im November 2009 hatten die Tablighs Pastor Jonah bedroht und ihn seither mit häufigen Besuchen belästigt.
"Ich bete zu Gott"
Sie forderten ihn auf, mit ihnen in der Moschee zu beten. Doch Pastor Jonahs Sohn, Koroh, der selbst in einer anderen Gemeinde arbeitet, schnitt ihnen das Wort ab: "Was wir hier tun, dient Gott. Wir alle hier haben den tiefen Wunsch, Gott zu begegnen. Und da wir ihn gefunden haben, solltet ihr uns nicht mehr besuchen." Drei Tage später besuchte eine andere Gruppe Tablighs früh am Morgen Pastor Jonah, als der sich gerade in seinem Haus ausruhte. Sie predigten ihm aggressiv Passagen aus den Hadithen, den Überlieferungen von Lebensberichten und Lehren des Propheten Mohammed. Dabei betonten sie die Bruderschaft aller Muslime und meinten, alle sollten nur eine Religion ausüben: den Islam. "Aber ich bete zu Gott", antwortete ihnen Jonah. "Du musst auf Arabisch beten", war die Antwort und ein arabisches Gebet wurde rezitiert.
"Ich kann jederzeit zu Gott kommen"
"Von dem, was du eben gesagt hast, konnte ich kein Wort verstehen", meinte Jonah. "Ich bete in meinem Dialekt!" Das könne Allah nicht akzeptieren, bekam er zur Antwort. "Ich verlasse mich auf das, was das Injil (Neues Testament) sagt: zu Gott kann ich in jeder Weise und zu jeder Zeit kommen.", bekräftigte Jonah seine Haltung und zeigte ihnen eine Ausgabe des Neuen Testaments. Der Mann ergriff es, blätterte die Seiten prüfend durch und erklärte schließlich: "Dies ist nicht das wahre Wort Gottes. Es ist ein verdorbenes Buch! Du bist kein Muslim, deshalb wirst Du in die Hölle gehen."
"Verschwinde von der Insel"
"Weil Du keiner von uns bist, musst Du von dieser Insel verschwinden!", war die Schlussfolgerung des Tabligh. Pastor Jonah schüttelte den Kopf und sagte mit fester Stimme: "Wir sind die ersten Siedler auf dieser Insel. Ihr habt kein Recht, uns von hier wegzuschicken." Angesichts des Muts und der Entschlossenheit von Pastor Jonah gingen die Tabligh. In der folgenden Woche nahmen Pastor Jonah und sein Sohn an einem Leiterschaftsseminar von Open Doors teil, bei dem sie erzählten, wie ihr Glaube geprüft wird.
Obwohl die Tabligh momentan Abstand halten, haben viele Gläubige aus Jonahs Gemeinde Angst um ihr Leben und ihre Familien. Einige überlegen, ob sie aus Sicherheitsgründen von der Insel fliehen sollen.
Gebetsanliegen:
•Danken Sie für den Mut von Pastor Jonah und seinem Sohn.
•Bitten Sie um weitere Standhaftigkeit und Ermutigung für ihn.
•Beten Sie, dass die Gläubigen neue Zuversicht bekommen und dem Druck nicht ausweichen.
Quelle
Zur Newsübersicht!

Tell-a-friend
drucken
















Mitglieder
Letzter:
Heute neu: 0
Gestern neu: 0
Insgesamt: 4
Gäste: 1
Mitglieder: 0